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September 24, 2019

Macht ein Navigationsgerät in Island Sinn?


Die Zeiten ändern sich schnell: vor ein paar Jahren noch orientierten sich die Reisenden allein anhand einer Straßenkarte, die wir unseren Kunden auch heute noch mitliefern. Schließlich ist unser Land recht übersichtlichtlich, das Straßennetz ist einfach und gerade wenn man auf der Ringstraße unterwegs ist, geht es meist nur in eine Richtung. Der Mensch hat sich aber inzwischen aber rasend schnell an die moderne Technik gewöhnt und weiß mittlerweile Navigationsgeräte und vor allem Navigations-Apps zu schätzen. Ohne geht es inzwischen gar nicht mehr oder besser gesagt: ohne will man einfach nicht.

Reisende nutzen lieber Smartphone

In den letzten Jahren hatten wir bei unseren Mietwagenpaketen immer ein Navigationssystem der Marke Garmin mit dazubuchen lassen. Viele Kunden hatten vor allem vor der Anreise großes Interesse daran und fühlten sich sicherer mit der Buchung eines Navis. Anhand unserer Umfragen im Herbst 2019 haben wir jedoch feststellen können, dass der Großteil der Reisenden letztendlich, obwohl das Navi entweder eingebaut war oder separat mitgeliefert wurde, in vor Ort in Island lieber ihr Smartphone und Google Maps zur Orientierung nutzten. Das Navi ist einfach hier deutlich im Nachteil und vielleicht liegt es auch daran, dass Viele ohnehin den Dienst von Google nutzen und an das System gewöhnt sind.

Google Maps Vs. Navigationsgerät

Gegenüber Google Maps wirken die herkömmlichen Navis geradezu altertümlich und sind auch etwas schwieriger in der Handhabung. Kritisiert wurden zudem größere Abweichung vom gesuchten Ort und die umständliche Koordinateneingabe. Allerdings ist Google hier auch nicht hunderprozentig, wird jedoch mit der Zeit immer genauer. Auch aktuelle Infos wie Staus oder Baustellen wurden entweder gar nicht oder nur unzulänglich vom Navi dargestellt. Einige Reisende haben überhaupt gar keinen Gebrauch vom Navi gemacht.

Roaming wie zu Hause

Wir möchten daher das Navigationssystem nicht mehr als festen Bestandteil einer Mietwagenbuchung anbieten und können so die Mietwagenpreise ein wenig senken. Stattdessen raten wir aber zu der Mitnahme eines Smartphones, welches im Fahrzeug über das USB-Kabel aufgeladen werden kann (hier kann auch eine zusätzliche Powerbank nicht schaden). Wer allerdings selbst ein Navi besitzt, kann dieses natürlich trotzdem gerne mitbringen. Seit dem Wegfall der Roaming-Gebühren innerhalb der EU sowie in einigen weiteren Ländern wie Island fallen keine weiteren Kosten für das Telefonieren oder Surfen an. Es gilt das so genannte “Roam like at home”. Man kann also telefonieren, Textnachrichten versenden und Datenverbindungen nutzen, was einen genauso soviel kostet wie zuhause. Falls Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie sich bei Ihrem Provider im Heimatland im Vorfeld erkundigen. Alternativ kann man sich im Duty-Free-Laden im Flughafen oder an jeder Tankstelle eine Prepaid-Karte mit Datenvolumen (z.B. von Síminn, Vodafone und Nova) mit isländischer Telefonnummer günstig kaufen.

Básat Thorsmörk Þórsmörk Foto: Anne

Manchmal ist die gedruckte Karte die beste Wahl. Foto: AS.

Offline navigieren und Netzabdeckung in Island

Doch was Viele nicht wissen: das Navigieren mit Google Maps funktioniert auch offline. Dafür können vor Reisebeginn die benötigten Karten herunterladen und auf dem Smartphone oder Tablet gespeichert werden. Wie das geht lesen Sie hier. Island hat im Gegensatz zu Deutschland eine erstaunlich gute, digitale Infrastruktur mit guter 3G und 4G Netzabdeckung wie diese Karte vom isländischen Telefonanbieter Siminn zeigt. Selbst im Hochland hat man an vielen Stellen Empfang. Wer kein Smartphone hat, kann bei unserer Autovermietung Europcar das mobile Wi-Fi Internet on the go! mit dazubuchen und z.B. über ein Tablet navigieren. Falls dies auch keine Möglichkeit ist oder die Technik mal streiken sollte gibt es noch die gute alte Karte!